24.09.2017

Ich bin wieder da.....

Meine letzte Aktualisierung auf meiner Internetseite www.saschkobach.de ist 2012 gewesen. Die 5 Jahre sind vergangen wie im Flug. Die Welt, die Umwelt und wir Menschen haben uns verändert.
Auch ich habe mich verändert. Sowie auch meine Einstellung zu Fotografie. Damals (welch ein großes Wort) habe ich meinen Idolen wie Helmut Newton, Katja Kuhl, David LaChapelle, Annie Leibowitz, Kristian Schuller, Mario Testino, Richard Alvedon und Ellen von Unwerth nachgeeifert. Ich wollte Bilder wie sie machen.











Durch Calvin Hollywood bin ich zur Bildbearbeitung gekommen. Ich wollte Photoshop beherrschen, ich wollte die Bilder welche ich fotografiert habe verändern und digital bearbeiten. Ich konnte digital die Menschen verändern. Die Haut glatt ziehen, Licht digital setzen wo ich es brauchte, Beine welche in meinen Augen zu kurz waren digital und manuell verlängern, die Figur und Gestalt eines Menschen von der Form her verändern, Hintergründe und Szenen austauschen.






Ich habe viel gelernt. Nur langweilte es mich irgendwann. Meine Bilder waren mir nicht echt genug. Durch das Nacheifern meiner Idole erkannte ich in meinen Bildern auch immer einen kleinen  Teil ihres Styles. Das wollte ich nicht mehr.

Durch die manchmal extreme digitale Veränderung waren die Bilder mir nicht echt und ehrlich genug. So kam es das ich die Kamera niederlegte. Ich brauchte eine Auszeit.

So hatte ich Zeit noch eine Sache zu erledigen welche auf der Uhr stand. Mich auf einen Marathon vorzubereiten und ihn zu laufen. Dies war im Oktober 2016 in Frankfurt.



Mein Slogan ist und war "Ich muss ein Bild fühlen können". Dies kam und kommt aus dem Bauch. So musste ein Beginn auch aus dem Bauch kommen.

Meine Bilder habe ich mir immer und immer wieder angeschaut. Je mehr Abstand ich bekam, umso mehr konnte ich die Art der Bilder differenzieren. Manche fand ich besonders gut und dachte "So schlecht sind sie ja nicht". Manche gefielen mir nicht mehr.





Da ich Pfeifenraucher bin, bin ich auf Facebook in diversen Gruppen mit anderen Pfeifenrauchern. Dort ist es üblich Bilder mit zu Posten. Meine Bilder wurden und werden immer gelobt. Einmal wurde von einem Pfeifenraucher namens Sascha (er war Kunsthistoriker und 2016 verstorben) eines  meiner Bilder erläutert. Auch hier dachte ich immer wieder "Du hast das Gefühl und die Sicht für ansprechende Bilder, mach weiter."





Woher kam nun der Anstoß? In der Vergangenen Woche war ich bei dem Dreh eines Imagefilms der Hauptdarsteller. Diesmal war ich auf der Anderen Seite der Linse. Mit dem Kameramann habe ich mich intensiv über die Filmerei und die Fotografie unterhalten. Bis er meinte "Fotografierst Du?" "Nein zur Zeit nicht mehr. Ich mache Schnappschüsse mit meinem Handy."

Unbewusst kam durch diese zwei Tage wieder der Drang was anderes zu machen als Schnappschüsse.

So habe ich nun meine komplette Hardware sortiert und die Ideen für neue Bilder sprudeln. Diesmal werden es jedoch meine Bilder. Das nacheifern war gut für meinen Lernprozess und ich werde auch weiterhin meine Idole haben. Jedoch werden meine Bilder anders, echter und ehrlicher.

Manch einer denkt, was macht der da so ein Spiel drum. Nimm die Kamera und fang an. Wer jedoch nie ein Bild gefühlt hat kann mich auch nicht verstehen.

Heute Morgen war ich mit unserem Hund Gisela unterwegs und habe nur eine einfache Spiegelreflex mit einer 50mm Festbrennweite dabei gehabt. Es hat richtig Spass gemacht.









Nun bin ich gespannt wie es weiter geht, und werde euch hier über meinen Blog, Facebook, Twitter und Instagram weiter auf dem Laufenden halten.


Liebe Grüße


saschko